Gründonnerstag 18:00 Uhr im Supermarkt

Einkaufen vor den Feiertagen – konzentrierte Anspannung liegt in der Luft.
Jede weiß, was sie kaufen muss – nicht kann oder möchte. Es muss dieses und jenes sein, sonst geht das Festtagsessen nicht und frau hat sich blamiert vor den Freunden, der Familie, der Tradition, dem wie man so etwas macht.

Nur ein Schrittchen weiter – Richtung Ladenschluss – Richtung Ausverkauft – und die Spannung reißt und trifft die Umwelt als Aggression.

Ich will niemals in meinem Leben in Hamsterkäufe vor existenzbedrohenden Situationen kommen.

Zeichen des dritten Zusatzprotokolls

Am 8.12.2005 wurde ein Zusatzprotokoll zum Genfer Abkommen von 1949 verabschiedet. Neben dem „Roten Kreuz“, dem „Roten Halbmond“ und dem „roten Löwen mit roter Sonne“ ist nun auch das „Zeichen des dritten Zusatzprotokolls“ ein international anerkanntes Zeichen des Völkerrechts und den oben genannten gleich gestellt.

Bei diesem „roten Kristall“ handelt es sich um einen auf der Spitze stehenden roten quadratischen Rahmen auf weißem Hintergrund.

Da es jetzt ein Symbol gibt, dass frei von religiösen, weltanschaulichen Bezügen ist, sollten sich alle Organisationen überlegen, auf die roten Kreuze, Halbmonde, Löwen, David-Sterne, Flammen, Sonnen etc. zu verzichten. Im Sinne der humanitären Hilfe ohne Ansehen der Herkunft, des Glaubens oder der Weltanschauung.

Zahlenspiele

Diverse Zahlen zur Arbeitszeit, Arbeitsmarkt, Stundenlohn, Lohnentwicklung usw. spuckten mir aus den Nachrichten entgegen. Also dachte ich, klick dich in die Welt und such Zahlen und interpretiere dir was zusammen.

Beim Statistischen Bundesamt sprang mir dann eine Pressemitteilung von Heute ins Gesicht.

Die Deutsche Ausfuhr hat im Feb. 2006 um 17,7, % zum Vorjahr zugelegt - die Wirtschaft dieses Landes war in der Lage für 70,3 Milliarden Euro zu exportieren und für Importe im Wert von 57,2 Milliarden Euro zu zahlen - und dabei hat keiner Geld.

Alltagskultur ?

Die letzten paar Bahnfahrten bin ich dazu übergegangen, die Menschen anzusehen.
Wirklich alle in öffentlichen Verkehrsmitteln sehen unglücklich aus. Die Mundwinkel hängen, jeder versucht den anderen nicht wahrzunehmen.
Einzige Ausnahme sind die Kinder unter 12. Die sind einfach manchmal auch in der Bahn glücklich - bis sie anfangen müssen cool zu sein - dann werden sie unglücklich.

Ich habe versucht nicht so auszusehen - dabei ist mir aufgefallen, dass es sehr schwer ist in Strassenbahnen glücklich zu sein.